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Nebel

Bäume im Nebel

  • Natur

Vorab eine technische Info:

In den letzten Tagen ist von meiner Blogseite eine seltsame Mail verschickt worden. Ein Plugin, das ich nutze, war aktualisiert worden und das hat einiges durcheinander gebracht. So bekam ich seit einiger Zeit keine Info mehr, wenn jemand von euch einen Kommentar hinterlassen hat. Und das Eintragen in den Mailverteiler klappte wohl auch nicht richtig. Tut mir leid, ich hatte das nicht bemerkt. Jetzt müsste alles wieder funktionieren. Beim Umstellen kam es versehentlich zu der komischen Mail. Bitte einfach löschen, die tut nix. 🙂

Dieser Beitrag mag so manchen überraschen, der nicht hier in der Oberrheinebene wohnt. Wir hatten hier seit über einer Woche keinen einzigen Sonnenstrahl. Der berüchtigte Hochnebel halt. Leider war ich in den letzten Tagen nicht fit genug, das Abenteuer von Dienstag zu wiederholen.

Heute, Freitag, könnte ich. Aber ich schaue auf das Satellitenbild. Seit heute ist auch im Kinzig- und Renchtal bewölkt. Na toll! Ich möchte aber trotzdem raus. Und ich sollte auch den großen Roller mal wieder bewegen, damit die Starterbatterie nicht schlapp macht.

Also fahre ich einfach ein Stück durch die Reben. Als ich da hin komme, wird die Nebelsuppe immer dichter. Das ist gar nicht so trivial: Ich fahre zwar sehr langsam, aber die Sicht beträgt stellenweise grade mal noch 5 Meter. Dazu beschlägt das Helmvisier. Und als ich es hochklappe, sammeln sich die Nebeltröpfchen auf der Brille.

Oben am Waldrand stelle ich den Roller ab und verschaffe mir erst mal klare Sicht. Puh! Dann lasse ich die Atmosphäre auf mich wirken.

Die feuchte Luft verändert die Akustik. Die Geräusche der Vögel hallen durch den Wald, als wäre er eine Echokammer. Es ist so kalt, dass ein Teil des Nebels auf den Pflanzen gefroren ist. Äste von Bäumen ragen mir aus dem Nichts entgegen. Das ist richtig schön hier!

Ich mache Fotos und es geht mir gut. Ich fahre ein Stückchen weiter und halte immer wieder an, schaue, fotografiere.

Als ich nach einer guten Stunde wieder zuhause bin, schaue ich auf die Uhr und staune: Ich hab während dieser Zeit überhaupt keine Energie verbraucht!

Eben hab ich die Fotos bearbeitet. Auf den Bildern sind mehr Details als ich in der Nebelsuppe mit bloßem Auge erkennen konnte. Also auch nachdem ich die Brille geputzt hatte. 🙂
Hätte ich echt nicht gedacht, die Technik überrascht mich immer wieder. Dann schaue ich noch mal aufs Satellitenbild: Sonnenschein im Kinzigtal! Aber das ist okay, ich bin sehr zufrieden…