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Staufenburg

Die Staufenburg-Stars

Mein Energieniveau hat sich in den letzten zwei Wochen leider ziemlich weit unten eingependelt. Laut Garmin-Uhr in etwa wie in November und Dezember. Damals hatte ich die ja Füße still gehalten in der Hoffnung, dass ich so wieder etwas Reserven ansparen kann. Das hatte nicht funktioniert, ich saß zwei Monate in meiner Wohnung fest.

Dieses mal versuche ich deshalb, so gut wie möglich in Bewegung zu bleiben. So viel Sonne mitnehmen wie möglich, und wenn es nur auf meinem Balkon ist. Der anrückende Frühling macht das natürlich wesentlich leichter. Und wenn sich die Chance auf einen Ausflug bietet, unbedingt nutzen!

Vorgestern war ich z.B. mit der Honda am Königswaldsee:

Es sieht fast so aus, als würde der Silberreiher den take off vorbereiten, aber er schnappt sich neben der Startbahn des Flugplatzes (wahrscheinlich) eine Maus.

Gestern war ich nach dem Edeka noch auf einen Sprung bei den Nandus Richtung Ortenberg. Wenn ich die anschaue, sehe ich echt Dinosaurier. Und ihr tiefes Grummeln klingt auch, als wären das Vier-Meter-Kolosse!

Heute zieht es mich zur Staufenburg. Ich fahre über Ebersweier, Nesselried, Bottenau, die Brandstetter Kapelle runter nach Durbach. Und wieder hoch zum Schloss. Es ist wunderbar ruhig überall, kaum Verkehr auf den Straßen.

Als ich oben ankomme, wird es jedoch ganz schön laut. Im Efeu hinter mir zilpt und zwitschert und schreit und raschelt und pfeift es, als gäbe es was zu gewinnen…

Die Stare sind schon erstaunlich! Wenn man im Wald Geräusche hört, die völlig fremd klingen, wo man nicht mal weiß, ob das überhaupt Tiere sind oder eher was Technisches, dann sind es wahrscheinlich Stare. Die können alles mögliche nachahmen. Ich suche nach dem Bussard, der ganz in der Nähe ruft. Aber auch das – ist ein Star.

Ich sitze eine ganze Weile da, fotografiere, filme, bastle, unterhalte mich mit einer Spaziergängerin. Dann kommt langsam der Hunger und ich mache mich auf den Heimweg.

Als ich durch Durbach rolle, schiele ich nach einer Gelegenheit. Die Linde hat mittags geschlossen. Der Ritter ist echt zu gediegen. Ein Café? Nö, weiter nach Offenburg. Beim Brünnele bleibe ich hängen. Kurz überlege ich: Zuhause hab ich einen Brokkoli im Kühlschrank. Aber ich hab Kohldampf! Ich will ‚was G’scheits‘!

Und so setze ich mich und gönne mir ein Pfefferrahmsteak mit Rösti und Salat. Meine Güte, ist das gut! Jede Faser in mir ist begeistert und grinst in sich rein! Ich überlege noch, den Rest einpacken zu lassen. Aber dann gibt es irgendwie keinen Rest…

Ach Kinders, das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht!

Nachtrag nächster Morgen:

Gestern Abend hatte ich noch Lust auf einen Apfel, sonst hab ich nichts mehr gegessen seit den Schnitzeln mittags. Ich war vollkommen platt und bin um halb acht ins Bett gefallen.

Jetzt ist acht Uhr morgens, ich bin grade aufgestanden und hab noch nicht mal gefrühstückt. Schon Vorfreude aber keine Not, keine Eile, kein Unterzucker! Die Nacht war deshalb zwar auch nicht erholsamer als sonst, aber dieses unruhige innere Nagen ab zwei, drei Uhr war nicht da. Das ist so angenehm!

Gemüse ist gesund aber halt mieser Brennstoff.
Kohlenhydrate (Nudeln, Kartoffeln) brennen super, aber halt offensichtlich zu schnell.
Aber jeden Tag zwei Schnitzel? Ökologisch und ökonomisch fragwürdig.
Oder eine ganze Packung Tofu? Oder doch mal dieses ominöse Protein-Zeugs probieren?
Oder war da einfach viel mehr Fett dran als in meiner Kocherei? Rahmsoße, frittierte Rösti, Salatdressing…
Muss ich echt mal drüber nachdenken…

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