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Deich5

Spielereien

  • Natur

Es sind manchmal sehr kleine Details, die den Unterschied machen. Am Mittwoch morgen war es erstaunlich mild. Also fast zweistellige Temperaturen und Windstille. Und sofort juckte es mich in den Fingern. Ich packte das Ultraweitwinkel-Objektiv mit ein und fuhr zum Großen Deich. Nicht wegen besonderer Motive oder in der Hoffnung auf geniale Bilder. Eher als kleine Fingerübung. ‚Jugend forscht‘ oder so. 🙂

Insgeheim hoffe ich natürlich trotzdem auf eine Begegnung mit einem Eisvogel. Oder sonst was Besonderem. Krähen sind da, wie immer. Ein Graureiher. Mehr ist heute nicht. Und dann tue ich das, was jedem Wildlife-Fotografen peinlich ist: ich fotografiere den hübschen Gockel im Hühnergehege nebenan….

2 Gedanken zu „Spielereien“

  1. Hi Klaus,
    faszinierende Schärfentiefe bei den ersten beiden. Sieht fast wie mit einer Lochkamera gemacht aus.
    Von der Bildgestaltung gefällt mir das letzte von dem Wehr am besten:
    Auf den ersten Blick harmlos, mit dem Horizont in der Mitte und dem friedlichen Motiv, aber trotzdem wirkt es auf mich auch sehr lebendig. Die beiden Wasser-Niveaus. Der unauffällige Peitschenmast statt des Hauses im Zentrum. Die Wolkenformationen, die ihren „Fluchtpunkt“ genau dort haben. Der Fluchtpunkt des Wehrs ist aber um ein Stück nach links versetzt. Die schiefe Ebene des Wehrs. Irgendwie ist vieles nicht ganz im Gleichgewicht, und doch ergänzen sich die Gewichts-Verschiebungen zu einem harmonischen Gesamteindruck, unterstützt durch das Ton-in-Ton der Farben.

    Oh je, wenn ich so weiter vor mich hin labere, dann sagt womöglich noch einer, ich solle doch Kunstkritiker werden…
    Nein, es ist ernst gemeint. Das Bild hat mich fasziniert, und ich habe versucht, rauszufinden, was es ist, das es in meinen Augen so viel interessanter macht als die anderen beiden vom selbem Motiv.

    1. Hallo Stefan,
      ja das ist für mich echt eins der großen Mysterien bei der Fotografie: Die groben Gestaltungsregeln (Goldener Schnitt, führende Linien und so) machen ja Sinn. Aber manchmal sehe ich im Alltag Situationen, die mich berühren. Da ist eine innere Spannung, die ich mir überhaupt nicht erklären kann. Ich fotografiere das dann genau so, auch wenn es eigentlich unkorrekt ist. Sobald ich versuche, es ‚richtig‘ zu machen, ist aber die Spannung komplett weg. Da ist mir die Wirkung im Zweifel wichtiger, auch wenn richtige Fotografen vielleicht schimpfen. 🙂

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