Zum Inhalt springen
Zunsweier5

Auf den Vogel gekommen

  • Natur

Ornithologen gelten oft als seltsame Menschen. Sie reisen quer durch die Republik, hocken dann stundenlang getarnt im Gebüsch, nur um mit dem Feldstecher einen Blick zu erhaschen auf ein winziges graues Vögelchen, das niemanden sonst interessieren würde.

Und jetzt hocke ich selbst hier oben am Waldrand, lausche und versuche, aus den vielen Gesängen und Lauten einzelne Vogelarten heraus zu hören. ‚Ah, eine Kohlmeise!‘ Aber hören heißt noch lange nicht sehen. Und wenn eins von den Piepmätzchen auftaucht, hüpft es meist so nervös durchs Geäst, dass ich nur einen schnellen Schatten sehe. Und wenn doch mal ein Vogel näher kommt, reiße ich die Kamera hoch, suche ihn im Sucher, zoome, fokussiere und drücke ab. Fünf Schritte, auf die kaum ein Vogel wartet. Aber ab und zu klappt es, und ich hab ein Foto! Hier ist die Ausbeute:

Das Vögelchen mit dem langen Schwanz ist eine Schwanzmeise. Wer hätt’s gedacht? Ich hab glaube ich noch nie eine gesehen, und ohne die App hätte ich das auch nicht gewusst. Es ist wohl sehr typisch, dass sie am letzten Zipfel eines Ästchens hängt. Auch wenn es mühsam aussieht.

Der kleine Kollege mit gelben Nacken ist ein Sommergoldhähnchen. Ja, bisher hätte ich bei dem Namen auch eher an Mittagessen gedacht. Das Foto ist offenbar ein ganz besonderer Glückstreffer, weil die meistens ganz oben in den Baumwipfeln unterwegs sind.

Und dann noch die Kohlmeise, die ja jeder aus seinem Garten kennt. Was die aufgehängte Tasse da mitten in der Pampa soll, weiß ich auch nicht. Für die Meise war es jedenfalls eine gute Gelegenheit für einen Frühschoppen.

Zuhause dann erwische ich wieder eine Elster im Flug. Das ist nichts Außergewöhnliches, aber ich finde die Fotos aus grafischer Sicht toll! Fast müsste man eine Firma gründen, um diese fliegende Elster als Logo verwenden zu können. Sehr fotogen!
Besonders erstaunlich finde ich das, weil Elstern im Vergleich zu anderen Krähenvögeln keine besonders guten Flieger sind. Sie müssen ganz schön flattern, um in der Luft zu bleiben. Ein langer Schwanz ist zwar sehr attraktiv, aber im Alltag halt auch ziemlich lästig.

Ups…

3 Gedanken zu „Auf den Vogel gekommen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.