Rock2

Rock’n’Roll

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Früher war Rock’n’Roll harte Arbeit. Üben, spielen, performen, klar. Aber halt auch Material schleppen. So ein Gitarrenverstärker mit Röhrentechnik hatte schnell 20kg. Und wenn man zuhause üben wollte, machte man sich nicht unbedingt beliebt bei der Nachbarschaft. Bei Lautstärke 3 fliegen die Bilder von der Wand.
Klar hatten die Dinger auch Kopfhörer-Ausgang. Aber so ein Monster da stehen zu haben, das schon im Leerlauf fast die Raumheizung spart, dessen Grundrauschen und Brummen einem alleine schon Gänsehaut macht, und dann nur auf dem Ohr? Fühlte sich Irgendwie kastriert an. Irgendwann hab ich den Verstärker verkauft. Und in den letzten Jahren die E-Gitarre kaum noch raus gekramt.

Vor zwei Wochen bin ich dann bei youtube über einen Test gestolpert: ‚Fender Mustang Micro‘, ein neuer Mini-Gitarren-Kopfhörer-Verstärker. Das ist ein winziges Kästchen, das man direkt in die Gitarre einsteckt. Am anderen Ende ist ein Kopfhörer-Anschluss, und dazwischen eine Menge winziger Elektronik und ein kleiner Akku. Das wars. Kostet grade mal so viel wie früher ein Satz neuer Röhren. Nix schleppen, kein Strom, keine Kabel, einfach einstöpseln, Gitarre aufdrehen und los rocken.

Und das ist so geil! Es fühlt sich wirklich nach Rock’n’Roll an, es klingt so fantastisch! Seither sitze ich fast jeden Tag auf dem Balkon im Klappstuhl und grinse übers ganze Gesicht. Keine Hemmungen, hört ja keiner außer mir. Und Bass spielen kann man damit auch. Genial! Rock’n’Roll forever!

2 Gedanken zu „Rock’n’Roll“

  1. Hallo Klaus, das sieht richtig cool aus! Da würde ich mich gern mal dazu schalten und vielleicht sogar ne Runde dazu Tanzen!
    Aber dafür ist der Platz auf deinem Balkon wohl doch zu knapp 😥
    Liebe Grüße, Andrea

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