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Wozu fotografiere ich?

Ich brauche mal wieder ein neues Sujet, eine spannende Herausforderung. Etwas, das auch bei dem derzeitigen trüben Wetter funktioniert: Ich probiere mich mal an einer Fotoreportage! Weil wegen Corona ja vieles grade nicht statt findet, mache ich halt Corona selbst zum Thema. Selber schuld, du doofer Virus!

Also packe ich die Kamera ein und fahre in die Stadt. Aber da ist nicht viel. Es sind Leute unterwegs, die Straßen sind gar nicht so leer. Die Zettel in den Ladenfenstern ‚maximal 5 Personen‘ geben als Motiv nicht viel her. Auch nicht die Markierungen auf dem Boden. Und sonst finde ich da nichts Besonderes. Nicht mal vergammelte weggeworfene FFP2-Masken auf der Straße.

Und ich bin froh drum. Je länger ich unterwegs bin, desto weniger Lust hab ich auf mein Projekt. Ich hab zwar Bilder im Kopf, aber die machen mir keine Freude. Ich will keine Krise fotografieren. Und die Welt wird es sicher auch ohne mich als Chronisten schaffen.

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Mir wird sehr deutlich klar: Die Fotografie ist für mich kein Selbstzweck, sie hat eine Aufgabe. Ich nutze sie, um Licht in mein Leben zu bringen. Die Kamera motiviert mich, raus zu gehen, schöne Momente zu suchen, zu genießen und für trüberere Tage festzuhalten. Davon zehre ich dann.

Große Kunst wird auf diese Weise wohl eher nicht entstehen. Aber mein Seelenheil ist wichtiger als Ruhm und Ehre. Und so werde ich halt auch künftig hübsche Sonnenuntergänge fotografieren…

2 Gedanken zu „Wozu fotografiere ich?“

    1. Manchmal ist die Geschichte hinter einem tollen Foto völlig unspektakulär. Und manchmal hat man zu einer wichtigen Geschichte kein gutes Bild. Ich bemühe mich aber, beides hin zu bekommen. 🙂

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