Second life

April 2020

Für diesen Bericht werde ich in die Fotografen-Hölle kommen, ganz bestimmt.

Meine alte Canon EOS 350D ist am Ende. Der Sensor hat einige Flecken, seit ich leichtsinnigerweise versucht hab, ihn mit Hilfe einer Druckluft-Dose zu reinigen. Die Batterie hält nur noch ein Dutzend Fotos aus. Mehr als 8 Megapixel hatte die Kamera nie, das Display ist für heutige Maßstäbe winzig, und die allgemeine Bedienung ist auch ziemlich hakelig. Da wird klar, was sich in den letzten 15 Jahren Kameraentwicklung getan hat. Und so liegt das gute Stück in meinem Schrank rum.

Seit ich vor einigen Wochen meinen Motorroller gekauft hab, steht doch einiges Gerät von mir im Hof herum. Und so bin ich froh, dass prompt eine Garage frei wird. Kleiner Schönheitsfehler: es gibt da weder Strom noch Licht. In Zeiten von Akku-LED-Leuchten ist so was aber kein Problem. Katrin schlägt vor, einfach ihre Foto-LED-Lampe zu nehmen, wenn sie sie nicht grade für Portraitfotos braucht.

Aber wie befestigen? An das Garagentor hängen? Oder einen Haken in die Wand dübeln? Da kommt mir eine Idee: Das Teil ist ja dafür gedacht, auf den Blitzschuh einer Kamera montiert zu werden. Meine alte 350D hat sonst eh keine Funktion mehr.

Garage

Damit sie nicht mitsamt der Lampe umfällt, lasse ich gleich das alte Kit-Objektiv dran. Das ist eh nur scharf um die 35mm und Blende 8, also quasi unbrauchbar. Ich knote noch ein altes T-Shirt um die Kamera. Eher, damit ich nicht ständig an den Frevel erinnert werde, als aus Vernunft. Und so bin ich nun stolzer Besitzer der technisch aufwändigsten Garagenbeleuchtung ever.

Lampe1
Das neue Leben…
Lampe2
… und das Elend unverhüllt.

Ein Gedanke zu „Second life“

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