Dienstag morgen, es geht mir recht gut. Nach dem Pausentag gestern hab ich heute wieder so richtig Lust auf eine Ausfahrt. Ich schaue auf das Wetterradar: Oh, ich muss gar nirgends hin, ich muss heute keinem Nebel entfliehen! Es ist hier schon sonnig, und das soll auch halten.
Also nehme ich den NIU, kaufe unterwegs bei Edeka ein, verstaue die Sachen unter der Sitzbank und fahre gleich weiter. Das spart mir einen Weg.
Die Luft ist kalt, aber die Sonne hat den Frost schon fast überall vertrieben. Nur oben im Wald über den Reben ist ein schmales Band, wo noch alles weiß ist.
Na da hab ich ja meinen Plan! Ich fahre weiter nach Ortenberg, dort links ab den Berg hoch. Und tatsächlich stehe ich plötzlich mitten in einer Winterwunderlandschaft! Das sind herrliche Momente, ich bin ganz hin und weg.
Ich mache Fotos, genieße die Aussicht. Dann fahre ich einen Waldweg ein Stückchen weit hoch, wo der Raureif noch dicker ist. Das gibt sicher tolle Fotos!
Als ich etwa eine halbe Stunde später wieder zurück an den Waldrand komme, ist schon das meiste weg getaut. Ich stehe plötzlich in einer verrückten Zwischenwelt aus leuchtend bunt und strahlend weiß. Total surreal!
Nicht weit neben mir sitzt ein Mäusebussard auf einem alten Baum. Dann rückt eine Krähe näher. Und greift an. Nie hat man seine Ruhe! Und so zieht er sich halt zurück.
Genau das tue ich auch und fahre wieder heimwärts. Was für eine Perle von Ausflug! Und direkt vor der Haustür. Manchmal geht es auch ganz einfach.
















