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Rheinausflug

Denkbar gemütlichster Sonntagmorgen

Ich hatte ja drauf gehofft. Der wahrscheinlich vorerst letzte Sonnentag, den würde ich echt gerne nutzen. Und es klappt tatsächlich! Ich hab halbwegs genug Energie für einen Ausflug.

Kurz vor acht Uhr, quer durch Offenburg, bin ich fast alleine auf der Straße. Weiter nach Schutterwald, zu den Unterwassermatten. Mit der großen und doch recht lauten Honda fahre ich nicht in Feldwege rein, schon gar nicht in ein Naturschutzgebiet. Also parke ich neben der Straße und beobachte die Kiebitze in der Ferne. Totale Ruhe!

Ich rolle dann ein Stückchen weiter zum See an der Dundenheimer Mühle, mache ein paar Fotos.

Weil ich mich immer noch gut fühle, fahre ich weiter an den Rhein. Mitten auf dem Parkplatz sitzen drei Jungschwäne. Papa und Mama unten im Wasser mit wachsamen Augen. Da bin ich doch vorsichtig. In sicherem Abstand parke ich den Roller und setze mich auf ein Bänkchen in der Morgensonne.

Der Rhein fließt so still dahin, als würde auch er sich nicht trauen, die Sonntagmorgenruhe zu stören. Ein Schiff tuckert vorbei. Ein Kormoran landet und schreckt einen der Schwäne kurz auf. Sonst tut sich nicht viel.

Nach einer Weile tröpfeln doch Menschen ein. Jogger, Herrchen mit ihren Hunden, Radfahrer.
Die drei jungen Schwäne sitzen immer noch mitten auf der Straße und rühren sich keinen Millimeter. So ein sonnengewärmtes Plätzchen gibt man nicht auf!
Autos fahren slalom um sie herum. Eine Gruppe Jogger kommt an, sie haben offenbar Halbzeit auf ihrer Runde. „Jetzt einmal um den Schwan rum und wieder zurück!“ Alle fünf Läufer rennen lachend in einem Meter Abstand um den Vogel herum und er schafft es immer noch, sie vollständig zu ignorieren! Irgendwann kommen Mama und Papa Schwan noch dazu.
Und da sitzen sie alle zusammen wahrscheinlich jetzt immer noch. 🙂

Langsam bekomme ich Hunger. Ich esse einige geröstete Mandeln zum Überbrücken (55% Fett, 22% Proteine, zwar kein Schnitzel, aber trotzdem guter Stoff), dann fahre ich Richtung Heimat.

Schön wars mal wieder!

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