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Zwingerpark_Enten6

Wasser

  • Natur

Es sind schon wieder ein paar Tage her seit dem tollen Ausflug zum Eisvogel. Was sich am meisten geändert hat seither, ist das Wetter. Endlich ist der Regen da, und man kann fast zuschauen, wie die Natur das Wasser aufsaugt.

Ich selbst hab allerdings keine Erdwurzeln und trinke doch vorzugsweise aus dem Glas. Und meine Fotoausrüstung mag Wasser überhaupt nicht! Deshalb warte ich zuhause ab, bis die aktuelle Regenwelle vorbei gezogen ist. Bei dem Wetter ändert sich das Licht den Tag über eh kaum, mir läuft nichts weg.

So, das Wetterradar sieht nun gut aus, also fahre ich gemütlich los. Natürlich will ich wieder zum See. Wäre doch gelacht, wenn ich den Eisvogel nicht doch noch beim Eintauchen erwische!

Ich rolle noch in Offenburg am Mühlbach entlang und sehe eine Gebirgsstelze knapp überm Wasser vorbei sausen. Die wäre doch auch ein schönes Motiv! Ich halte an, aber sie ist schon weiter geflogen.

Schade, aber weiter geht’s. Ich hab immer noch nicht die Stadt verlassen, da regnet es sich wieder ein. Wo kommt das denn jetzt her??? Ein erneuter Blick auf die App lässt keine Besserung erwarten.

Hmm. Ich spüre jetzt schon, wie das Wasser durch die Regenhose durch drückt. Die Treckingjacke ist komplett vollgesogen, hält aber noch stand. Die Schuhe enden unterm Knöchel, deshalb sind die Socken nass. Und die Handschuhe werden Tage brauchen, um zu trocknen. Das kann ich heute wohl vergessen.

Also drehe ich um und mache mich auf den Rückweg. Vielleicht ist ja die Gebirgsstelze noch da? Wenn ich hier nass werde, ist das nicht schlimm, ich bin ja schnell zuhause. Und so kann ich ganz in Ruhe die neue Regenhülle für die Kamera testen.

Außer mir ist kaum jemand unterwegs. Überhaupt bewegt sich fast nichts. Nur zwei Laufenten haben es sich auf dem Rasen bequem gemacht und vespern vor sich hin. Als ich mich nähere, stehen sie auf und watscheln mal vorsichtshalber in Richtung Wasser. Man weiß ja nie! Als ich jedoch keine weiteren Anstalten mache, beruhigen sie sich und gehen wieder zurück ins Gras.

Eine Wahnsinns-Story, was?

So unspektakulär der Morgen verlaufen ist, ich bin trotzdem berührt. Normalerweise sind wir Menschen ja nur selten im Regen draußen. Und wenn, dann so schnell wie möglich auf dem Weg von A nach B. Aber einfach mal eine halbe Stunde mitten drin zu sitzen, das hat etwas wunderbar Entspannendes. Kalt ist es ja noch nicht, und Wind ging heute auch keiner. Das möchte ich unbedingt wiederholen! Nur bitte mit wirklich wasserfesten Klamotten. Ich bin ja keine Ente.

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